Kassenhaus24 Unsere Kassen und das Finanzamt

Das Finanzamt macht bestimmte Auflagen, damit eine Kasse akzeptiert werden kann.
An diese Auflagen sollten Sie sich dringend halten, sonst kann es bei einer Steuerprüfung dazu kommen,
dass das Finanzamt Ihren Umsatz schätzt und mitunter hohe Nachzahlungen und sogar ein Bußgeld von bis zu 250.000 € fällig werden.

 


Die entsprechende Vorschrift des Finanzamtes nennt sich:

GDPdU (Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen des Bundesministeriums der Finanzen).

 

Worauf müssen Sie achten?

 

Wichtig ist, dass Ihr Kassensystem „die Unveränderbarkeit des Datenbestandes gewährleisten“ muss.

Das heißt, dass Sie einmal getätigte Umsätze nicht mehr nachträglich löschen oder verändern können.

Wenn ein Kunde sein Geld zurück will oder Sie sich vertippt haben, können Sie den Vorgang nicht rückgängig machen, sondern müssen eine Gutschrift schreiben.

Sie müssen die Daten zehn Jahre lang aufbewahren. Die Daten müssen auch unkomprimiert aufgehoben werden,

sodass das Finanzamt jederzeit unverzüglich und maschinell auswertbar darauf zugreifen kann.

Sie sollten ferner immer eine oder mehrere Sicherheitskopien auf externe Datenträger machen, damit im Falle eines Festplattencrashs die Daten erhalten bleiben.

 

Welche Daten müssen Sie aufheben?

 

Das Finanzamt schreibt, dass Sie alle „Daten, die für die Besteuerung von Bedeutung sind“ aufheben müssen.

Das sind zunächst einmal Ihre Umsätze. Sowie alle Journaldaten über jeden einzelnen Vorgang und Warengruppenstatistiken.

Ferner müssen Sie alle Änderungen am Betriebssystem und der Software protokollieren und aufbewahren.

Bitte prüfen Sie selbst, ob außer Ihren Umsätzen noch weitere Daten für die Besteuerung relevant sind.

Im Zweifel sollten Sie lieber zu viel sichern, als zu wenig.

Sie müssen dem Finanzamt im Falle einer Steuerprüfung Zugang zu Ihren Daten verschaffen.

 

Wie können Sie dem Amt Zugang zu Ihren Daten verschaffen?

 

Das Finanzamt verlangt, das Sie im Fall einer Steuerprüfung ihm Zugang zu den Daten Ihres Kassensystems ermöglichen. Dies kann auf drei verschiedene Arten erfolgen (Die Entscheidung liegt beim Amt):

Direkter Zugriff: Sie ermöglichen dem Prüfer direkt auf Ihr Kassensystem zuzugreifen und Ihre Umsätze zu prüfen.

Mittelbarer Zugriff: Sie zeigen dem Steuerprüfer die Daten auf Ihrem Kassensystem und exportieren sie anschließend für ihn, damit er sie prüfen kann.

Datenträgerüberlassung: Die dritte Methode, um eine Steuerprüfung zu ermöglichen, ist die Datenträgerüberlassung,

Sie brennen Ihre Umsatzdaten auf CD oder DVD (möglicherweise akzeptiert Ihr Finanzamt auch USB-Sticks oder externe Festplatten) und

übergeben diese Daten dem Finanzamt zur Prüfung.

Wichtig ist, dass Ihre Kasse genug Speicherplatz bietet, um die Umsätze für zehn Jahre abzuspeichern.

Wenn das nicht der Fall ist, müssen Sie Ihre Kasse aufrüsten, etwa durch eine größere Festplatte.

Alte Registrierkassen nennt das Finanzamt „nicht aufrüstbare Kassen“, sie dürfen seit 2010 nicht mehr neu angeschafft werden

und müssen bis zum 31. Dezember 2016 durch aufrüstbare Kassen ersetzt werden. Kassenhaus24 verkauft nur PC Kassen,

die sich durch größere Festplatten aufrüsten lassen und daher kein Problem für das Finanzamt darstellen.

Dies sind Informationen, die wir aus öffentlich zugänglichen Quellen für Sie recherchiert haben.

Wir können nicht die Richtigkeit dieser Angaben garantieren, noch kann diese Informationsseite eine Rechtsberatung ersetzen.

Wenn Sie sicher sein wollen, welche Vorkehrungen Sie für das Finanzamt zu treffen haben und wie Sie sich im Falle einer Steuerprüfung zu

verhalten haben, dann konsultieren Sie bitte einen Steuerberater oder einen Rechtsanwalt.

 

Zur weiteren Recherche:

 

Nach oben